ÖPNV in Eiterfeld neu denken

Die Verbindungen der Ortschaften in der Flächengemeinde Eiterfeld sind untereinander katastrophal. Zwar gibt es eine regelmäßige, wenn auch reduzierte Anbindung an den Kernort, aber die Weiterfahrt von dort gestaltet sich meist schwierig, oder ist abends für Pendler:innen sogar unmöglich. Dies erklärt sicher zum Teil die schlechte Auslastung des öffentlichen Nahverkehrs, aber nicht nur. Deshalb fordert Joachim Nophut, von den Grünen in Eiterfeld, dass der ÖPNV den neuen Verkehrsbedingungen und Wünschen der Bevölkerung angepasst wird.

Nahverkehrswüste auf dem Land

Hier sollte seiner Meinung nach zunächst geklärt werden, wie der derzeitige Bedarf in der Bevölkerung ist, um dann dazu ein Zukunftsszenario entwickeln zu können.

Viele Menschen könnten sich vorstellen, ohne einen Zweitwagen auszukommen, sei es aus finanziellen oder ökologischen Gründen, aber dafür muss eine zeitgemäße Anbindung gewährleistet sein. Deshalb ist es unbedingt notwendig, jetzt die Weichen für einen zukunftsträchtigen ÖPNV zu stellen. 

Nophut hebt besonders positiv hervor, dass die LNG mit kleineren Fahrzeugen auf die neuen Gegebenheiten reagiert hat, so ist schon ein großer Schritt zu weniger Emission und Richtung Umweltschutz getan. Aber im Hinblick auf den Klimawandel ist eine stetige Verkleinerung und ein Rückzug des ÖPNV natürlich keine Lösung.

Wie sieht die Zukunft des ÖPNV aus?

Es müsste laut Nophut noch viel weiter gedacht werden, so fordert er eine regelmäßige, auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abgestimmte Taktung PLUS eine digitale Kombination aus “Bussy” vom Verein Miteinander – Füreinander Marktgemeinde Eiterfeld e.V., ÖPNV und Mitfahrbänken

Denn es ist klar, dass die Bürger:innen mobil bleiben müssen, um am Leben teilnehmen zu können,  ärztliche Versorgung in Anspruch zu nehmen oder ganz einfach mal in der “Metropole” einkaufen zu können. Eine digitale Vernetzung der verschiedenen Transportmittel ist nicht nur sinnvoll sondern auch zeitgemäß. Nophut verweist auf einige ländliche Räume, wo solche Projekte schon erfolgreich gestartet wurden: Ansätze für Mobilität und Nahversorgung im ländlichen Raum

Eine gut funktionierende Gemeinde wie Eiterfeld kann es sich definitiv nicht leisten den Anschluss an zukunftsfähige Mobilität zu verlieren.

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert. Mit der Nutzung dieses Formulars erklären Sie sich mit der Speicherung und Verarbeitung Ihrer Daten durch diese Website einverstanden. Weiteres entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.