Listenkandidat Thomas Budde zur europäischen Verbundenheit in Eiterfeld


Thomas Budde ist 55 Jahre alt und Gymnasiallehrer. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Töchter. In seiner Freizeit liest er gerne, fährt Fahrrad und joggt. Er lebt seit über 19 Jahren in Körnbach. Im Rahmen der Kommunalwahl 2021 kandidiert Thomas auf Listenplatz 5 der Liste von Bündnis 90/Die Grünen. Im folgenden Beitrag stellt er Eiterfelds Beziehung zur italienischen Partnergemeinde Forlimpopoli, einer Kleinstadt mit 13.000 Einwohnern in der Emilia Romagna, vor. Es war ein Grüner Erfolg der letzten Wahlperiode, dass wir diese Verbindung zu unseren Partnern wieder stärken konnten:

Thomas Budde

Eiterfeld-Italien-Schweden-Europa

Uns Eiterfelder Grünen ist die europäische Verbundenheit sehr wichtig. Deshalb haben wir im Juni 2020 auch einen Antrag in die Gemeindevertretung eingebracht, der den Kontakt zur italienischen Partnergemeinde Forlimpopoli wieder intensivieren sollte. Hintergrund für unseren Antrag war die erste Welle der Corona-Pandemie. Leider ist die Begründung für den Antrag auch heute noch gültig, denn nicht nur wir in Deutschland sind betroffen, sondern viele Länder in Europa und eben auch Italien:

Das Corona-Virus bedroht ja nicht nur uns, es ist global. Wir brauchen deshalb auch eine globale und vor allem solidarische Antwort auf die Krise. Mit dieser Solidarität können wir in Europa anfangen. In den letzten Wochen gab es furchtbare Nachrichten gerade aus den Mittelmeeranrainer-Staaten der Europäischen Union. Die Mortalitätsrate in Italien, die Totenzahlen in Spanien, die Situation auf den griechischen Inseln: Hier kamen und kommen viele Menschen zu Schaden. Schaden nimmt aber damit auch die Idee Europas als eine solidarische Union der Werte. Gerade in Italien ist zunehmend der Eindruck entstanden, von Deutschland allein gelassen zu werden. Wir in Eiterfeld können uns diesem Eindruck entgegenstellen, indem wir den Menschen in Forlimpopoli zeigen, dass wir an sie denken und nach ihrem Wohlergehen fragen. Außerdem wird mit dieser Kontaktaufnahme auch unsere Gemeinde-Partnerschaft mit neuem Leben erfüllt.

Zu unserer großen Freude wurde unser Antrag angenommen! 

Die Verbindung zu Forlimpopoli mit der “Scuola di Musica Popolare di Forlimpopoli” und zum “Eric Sahlström Institutet” im schwedischen Tobo läuft in Eiterfeld über die Akademie Burg Fürsteneck. Und es gibt eine besondere Gemeinsamkeit: Das Instrument Nyckelharpa (Schlüsselfidel) verbindet Schweden, Deutschland und Italien. Seit dem späten Mittelalter finden sich Abbildungen und Beschreibungen dieses Instruments genau in diesen drei Ländern. Die Schlüsselfidel gehört also zu unserem europäischen Kulturerbe. Auf der Internetseite des Cadence-project-EU Nyckelharpa (http://www.cadence.nyckelharpa.eu/home/CADENCE_music-and-video) sollte man sich dieses interessante Instrument einmal anhören.

Für die interessierten Leser, die Forlimpopoli nicht kennen: es liegt in der Region Emilia-Romagna am Fuße der Apenninen ca. 25 km westlich von der Küste des Adriatischen Meeres entfernt. Die nächst größere bekannte Stadt ist Bologna (80 km nordwestlich) und Rimini (50 km südöstlich). Forlimpopoli hat ca 13.000 Einwohner und wurde im 2. Jahrhundert v. Christus von den Römern gegründet. Noch heute zeugen viele Denkmäler (Burg, Kerker, Kirchen und ein archäologisches Museum), von einer ereignisreichen Geschichte. Das Rathaus befindet sich z.B. in einem über 600 Jahre alten Schloss, das wiederum auf den Resten der alten Kathedrale errichtet wurde. So gibt es in der gesamten Stadtregion, die sich immerhin auf einer Fläche von 24 qkm erstreckt viel zu besichtigen und vor allem auch hervorragende ursprüngliche, italienische Küche.  Forlimpopoli beherbergt nämlich die Casa Artusi, das erste gastronomische Kulturzentrum, das sich der italienischen Hausmannskost widmet. Es befindet sich in der kürzliche renovierten Kirche Chiesa dei Servi und bietet ein wunderbares Ambiente.

Letztendlich kann man jeden nur ermutigen, dieser wunderbaren Partnerstadt und natürlich der Region einen Besuch abzustatten. Einziger Wermutstropfen, die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist recht mühselig, aber nicht unmöglich, vielleicht ist ja auch der Weg das Ziel…

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