Zoff um Parkplatz vor Gemeindezentrum
17. Mai 2022

Aus der Gemeindevertretung Künzell: „Debatte nicht zeitgemäß“

Für uns Grüne ist der geplante Umbau sehr fragwürdig. Eine Vergrößerung des Parkplatzes ist überflüssig. Kein Bürgerhaus im Landkreis Fulda hat einen so gigantischen Parkplatz wie Künzell. Eine aufwendige Umgestaltung passt nicht in die Zeit, in der man sich mit Klimaschutz und veränderter Verkehrspolitik auseinandersetzt. Schadstellen im Pflaster und Mängel der Beleuchtung können auch anderweitig ausgebessert werden. Auch die Wegführung ist reine Geschmacksache. Für wichtig und notwendig hält die Grüne Fraktion Künzell den Hochwasserschutz, aber dieser kann nicht der Grund sein für die gesamte Maßnahme. Kosten von vermutlich mehr als 2 Millionen Euro sind nicht zu verantworten. Wir haben zusammen mit der CWE den Antrag der Verwaltung abgelehnt. Er wurde aber mit 20 zu 14 Stimmen (CDU und SPD) angenommen.

Internationaler Tag der Familie am 15. Mai
15. Mai 2022

Silvia Brünnel, familienpolitische Sprecherin der GRÜNEN Landtagsfraktion:
„Wir stehen für eine Familienpolitik, die alle Familien – unabhängig der Familienform – würdigt und unterstützt. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten dürfen wir die Bedarfe der Familien nicht aus dem Blick verlieren. Aus diesem Grund haben wir die Familienzentren gestärkt, den Kinderschutz ausgebaut und setzen uns weiterhin für mehr Chancengleichheit in der Bildung ein. Um auch Familien aus der Ukraine zu unterstützen, haben wir die Koordinierungsstelle `Kinder mit Fluchthintergrund in der Kindertagesbetreuung ́ als wichtige Instanz für Kinder und Familien mit Fluchtgeschichte weiterentwickelt. Der Ausbau der spezifischen Beratungs- und Unterstützungsangebote trägt dazu bei, die Praxis bei der Begleitung von Kindern und Familien mit Fluchtgeschichte zu unterstützen. Bis 2025 wird das Projekt verlängert und mit über 400.000 Euro gefördert.“

pings Azubi-Kampus in Fulda
13. Mai 2022

Besuch beim pings Azubi-Kampus in Fulda – ein außergewöhnlicher Ort zum Leben, Lernen und Erwachsenwerden für Jugendliche in Ausbildung. Steffen Kempa, Geschäftsführer, Philip Schinkel, Bildungsreferent, und die Bewohnerin Anna Zuholz haben mich durch die lebenswerten Räumlichkeiten geführt. Anna ist Bewohnerin seit der Eröffnung in 2019 und gewähltes Mitglied im sog. Campusrat, wo die Interessen der Bewohner*innen vertreten werden.

126 Azubis finden im pings eine Wohnmöglichkeit, die durch hohe Fördergelder zu einem erschwinglichen Preis angeboten werden kann. Unter dem Motto „FREE BUT NOT ALONE. COME HOME.“ wird den Jugendlichen ein eigenständiges Leben außerhalb des Elternhauses ermöglicht, allerdings umrahmt von pädagogischer Betreuung. Mit sog. „Survival Skills“ werden alle fit für ein verantwortungsvolles, erwachsenes Leben gemacht.

Das pings will mit seiner offenen Campusatmosphäre zur Attraktivität der Ausbildung beitragen. In der Region Fulda kommen aktuell 1 Bewerber*in auf 2,5 Ausbildungsstellen. Junge Menschen in Ausbildung werden also dringend gebraucht, um den Fachkräftebedarf der Zukunft zu sichern.

Getragen wird das pings vom Kolpingwerk im Bistum Fulda. Die Idee des Jugendwohnens gibt es bei Kolping schon seit 170 Jahren. Mit dem pings hat Kolping dieses Konzept in die Gegenwart transportiert und zu einem attraktiven Anziehungspunkt für Azubis aller Berufe gemacht.

Besuch beim BWHW Fulda zur Europawoche
9. Mai 2022

Abgeordnete Brünnel und Hofmann informieren sich über europäisches Förderprogramm

Im Rahmen des EU-REACT-Förderprogramms erhält Hessen in 2022 rund 130 Mio. Euro. Davon stammen 41 Mio. Euro aus dem ESF (Europäischer Sozialfonds) und stehen dem Hessischen Sozialministerium zur Verfügung. Diese Mittel werden in Projekte zur Arbeitsmarktförderung investiert. Der Fokus liegt dabei auf der Unterstützung für Menschen in Aus- und Fortbildung, junge Arbeitslose oder Frauen beim beruflichen Wiedereinstieg und Projekte zur psychischen Gesundheit in Betrieben.

Die Landtagsabgeordneten Markus Hofmann und Silvia Brünnel haben die derzeit laufende Europawoche zum Anlass genommen, ein EU-REACT gefördertes Programm in der Region zu besuchen. Gemeinsam mit der Koordinatorin Mara Heller haben sie sich über das Projekt „DivA – Digital & individuell vermittelt in Ausbildung“ im Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e.V. ausgetauscht.

Silvia Brünnel begrüßt den Aufbau des Projekts: „Der stufenweise Ablauf holt die Jugendlichen dort ab, wo sie aktuell stehen. Angefangen von beruflicher Orientierung über Qualifizierung bis hin zur Vermittlung werden sie von einem Team begleitet. Dass keine*r der Teilnehmenden den Kurs abgebrochen hat, spricht für sich. Mithilfe des Kurses wird den Jugendlichen eine echte Chance auf einen Ausbildungsplatz gegeben.“

Markus Hofmann sieht die Fokussierung auf digitale Kompetenzen als besondere Stärke des Projekts. „Unternehmen erwarten heutzutage eine Basisqualifikation bei digitalen Anwendungen. DivA ermöglicht es vor allem benachteiligten Jugendlichen, die zu Hause oft keine umfangreiche digitale Ausstattung vorfinden, sich dahingehend zu qualifizieren. Mit Praktika, Bewerbungstraining und teamstärkende Aktionen werden die jungen Menschen zusätzlich für das Berufsleben gestärkt.“

Ein Durchlauf im DivA-Projekt dauert ein halbes Jahr. Ab Juli 2022 wird eine weitere Gruppe ihre Qualifizierung beginnen.

PRO INTEGRATION
7. Mai 2022

Im Rahmen der Tour „Soziales Hessen“ besuchten die GRÜNEN-Landtagsabgeordneten des Sozialausschusses am 06. April 2022 das PIT in Hünfeld. Das Interesse von Silvia Brünnel, Marcus Bocklet und Felix Martin galt der Arbeit des Vereins PRO INTEGRATION – Netzwerk Bürgerhilfe Hünfeld e.V. Der Ortstermin verdeutlicht den hohen Stellenwert, den Integration für die Vertreter von Bündnis90/ Die Grünen im Landtag hat.

In einem intensiven Austausch über die Rahmenbedingungen ehrenamtlicher Integrationsarbeit im ländlichen Raum machten Willy Petermann und Rüdiger Hoppe auf, aus ihrer Sicht, wesentliche Themen und Problemfelder aufmerksam:

– Angebotsformate sind konzipiert für Ballungsräume und „größere“ Städte. Zugänglichkeit, Anfahrtswege, angepasste (kleinere) Gruppengrößen – etwa für Sprachkurse – im eher ländlichen Raum werden nicht ausreichend berücksichtigt.

– Lange Aufenthaltsdauer in Gemeinschaftsunterkünften (oft Jahre) behindern gelingende Integration. Besonders problematisch ist die für Kinder, die in den beengten und problematischen Bedingungen einer Gemeinschaftsunterkunft aufwachsen und sozialisiert werden.

– Fehlende Integrationskonzepte auf Landes- und Landkreisebene lassen die Kommunen alleine bei der Frage wie Integration verstanden, mitgestaltet und gelebt werden kann. Die Erstellung und Ausformulierung solcher Konzepte wären wichtige Teile einer notwendigen, breiten gesellschaftlichen Diskussion zum Thema Integration und Akzeptanz von Diversität.

„Wir ziehen ein sehr positives Fazit aus diesem Austausch. “ so Willy Petermann, „In den konstruktiven Gesprächen mit den Landtagsabgeordneten konnten wir neuralgische Punkte von Integration im kommunalen ländlichen Bereich diskutieren und auch die unserer täglichen Arbeit entgegengebrachte Wertschätzung feststellen“.