Das Frauen-Frühstück im DGH Döngesmühle war geprägt von generationsübergreifenden Gesprächen. Dabei war es horizonterweiternd für beide Geschlechter, wenn ‚frau‘ ihr Kind konsequent einem der anwesenden Männer anvertraute und diesen so ganz selbstverständlich in Fürsorge einbezog. Alle Frauen waren sich einig: Ein Mann, der seine zarte Seite zeigt, ist ein Sympathie-Träger.
Ob man Kümmelbrot mit oder ohne Gelee mag, ist Geschmackssache. Für die einen ist das Heimatgefühl auf der Zunge, für manche Zugezogenen eher Zumutung. Und schon ist man mittendrin im Gespräch über Herkunft, Fliedener Wurzeln und sich ändernde Rollenbilder.
Auch thematisiert: Das herablassende Verhalten einzelner Männer in der Kommunalpolitik gegenüber Frauen und deren Beiträgen. Die Frauen waren sich einig: Dazu schweigen ist „stillschweigendes Zustimmen“. Frei nach Seneca gilt auch hier der Satz: „Du bist auch verantwortlich für das, was du widerspruchslos hinnimmst.“
Sehr erfreulich hingegen ist es, dass in Flieden mit dem Einzug der Grünen ins Gemeindeparlament erstmals eine Frau Fraktionsvorsitzende wurde und Anträge abwechselnd von Frauen vorgetragen wurden. Diese Praxis übernahmen dann auch die anderen Parteien. So sind alle politisch aktiven Frauen inzwischen sichtbarer, weil sie am Rednerpult stehen.
Hoffen wir, dass am 15. März möglichst viele Frauen aller Parteien ihren Weg in die Kommunalpolitik finden. Denn: Mehr Frauenpower tut der Politik gut – auch in Flieden!
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