Statement der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum ehemaligen Goodyear-Gelände („Gummi“) in Fulda

Kreativer KI-Entwurf zu einer möglichen klimainnovativen Entwicklung des Fuldaer „Gummi“-Areals.

Das ehemalige Goodyear-Gelände ist eine bedeutende Entwicklungsfläche in Fulda. Nach mehr als 100 Jahren industrieller Nutzung bietet sich hier die historische Chance für eine zukunftsgerichtete Stadtentwicklung. Das macht dieses Areal zu einem begehrten Standort.

„Wie attraktiv das Gelände ist zeigt, dass es bereits jetzt einen Interessenten gibt. Auch das zeigt die strategische Bedeutung dieser Fläche für Fulda“, so der Fraktionsvorsitzende Ernst Sporer. „Umso wichtiger ist es, dass die Stadt ihr Vorkaufsrecht nicht voreilig aus der Hand gibt. Das Areal spielt eine zentrale Rolle für die zukünftige Entwicklung Fuldas, und die Kommune sollte sich alle Optionen offenhalten.“

Die Grünen stehen der vom Interessenten W&L Logistics ins Spiel gebrachten Nutzung als Umschlagplatz für Leasingfahrzeuge kritisch gegenüber, denn diese Nutzung wirft Fragen nach Wertschöpfung, Beschäftigungseffekten und langfristiger Stadtentwicklung auf.

„Ein reiner Umschlagplatz für Leasingfahrzeuge überzeugt uns nicht“, sagt Marie-Louise Puls, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für die Kommunalwahl 2026. „Wir haben uns bereits intensiv Gedanken über eine gewerbliche und industrielle Nachnutzung gemacht und sehen gerade die Chance, auf dem Areal Industrie neu, innovativ, klima- und nachhaltigkeitsorientiert zu denken.“

Die Fraktion unterstützt ausdrücklich die laufende Prüfung des städtischen Vorkaufsrechts und will deren Ergebnisse abwarten. Ein zentrales Anliegen ist der transparente Umgang mit möglichen Altlasten. Es sei davon auszugehen, dass Belastungen im Boden vorhanden sind, die bislang noch nicht vollständig erfasst wurden – insbesondere auch unter versiegelten Flächen.

„Sollte die Stadt den Kauf ernsthaft in Betracht ziehen, müssen die damit verbundenen Risiken sorgfältig geprüft und finanziell realistisch eingepreist werden“, so Puls. „Nur so lassen sich langfristige Risiken für Fuldas Bürger:innen und den städtischen Haushalt vermeiden.“

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