Die Landesregierung lässt das Programm „Sprach-Kitas“ Ende 2026 auslaufen. Das Landesprogramm unterstützt bisher 500 Kindertagesstätten in Hessen, in denen es überdurchschnittlich viele Kinder mit sprachlichem Förderbedarf gibt. Um diese Kinder gezielt zu unterstützen, erhalten die Einrichtungen in der Regel eine zusätzliche Fachkraft. Das soll nun ein Ende haben.
Der Abgeordnete Daniel May, zuständig für die GRÜNE Landtagsfraktion für den Landkreis Fulda erklärt: „Mit der Entscheidung der Landesregierung würden Sprachförderkräfte in 500 hessischen Kitas wegfallen. Nach Kürzungen bei den Integrierten Gesamtschulen und dem Sozialindex ist das Aus für die ‚Sprach-Kitas‘ der nächste Kahlschlag bei der Bildung in Hessen. CDU und SPD kürzen erneut genau dort, wo besondere Unterstützung notwendig ist. Wir fordern die Landesregierung auf, das erfolgreiche Programm fortzuführen.“
Die Landesregierung hat angekündigt, die „Sprach-Kitas“ durch ein Kompetenzzentrum für sprachliche Bildung zu ersetzen. Dieses soll Fachkräfte und Träger zu Sprachförderung beraten. Dazu Landtagsabgeordnete Daniel May weiter: „Die Fachkräfte in den Kitas sind bereits hervorragend ausgebildet und wissen genau, wie Sprachförderung funktioniert. Statt externer Beratung brauchen die Kitas die Sprachförderkräfte dauerhaft vor Ort, um die Teams zu entlasten und Kinder mit besonderem Förderbedarf gezielt zu unterstützen. Es ist deshalb fatal, dass die Landesregierung dieses Angebot streicht.“
Im Landkreis Fulda sind folgende 16 Kitas betroffen, in denen es künftig jeweils eine Fachkraft weniger geben würde:
- Kinderhaus St. Luise
- Evangelischer Kindergarten der Christuskirche
- Kindertagesstätte St. Sturmius
- Kita Fulda Galerie
- Kita Weltentdecker
- Kita Fuldaaue
- Kita Edelzell
- Kita Sonnenschein
- Kita Entdeckerinsel
- Kita Miteinander
- Kita Sonnenblume
- Kita Die Hobbits
- Kita Pippi Langstrumpf Sickels
- Kita Niesig
- Evangelischer Kindergarten der Lutherkirche
- Kath. Kindertagesstätte St. Michael, Bad Salzschlirf
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