Statement zur Gründerrate/ Patentanmeldungen der Hochschule Fulda aus Sicht der Kreistagsfraktion, Bündnis 90/Die Grünen/Volt

Die Gründeraktivität ist von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Das hängt mit den jeweiligen Fachbereichen und der Frage zusammen, wie wirtschaftsnah oder technikaffin sie ausgerichtet sind. Die Hochschule Fulda ist keine technische Hochschule, ihre Schwerpunkte sind Ernährung, Lebensmittel, Gesundheit, Recht und Soziales. Per se sind das keine patentintensiven Studiengänge.

Dafür punktet die Hochschule an anderer Stelle: Sie ist international hervorragend vernetzt, sie ist stark im Wissenstransfer in den ländlichen Raum. Von beidem profitieren hiesige Unternehmen. Deborah Müller-Kottusch, die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Kreistag Fulda sagt dazu: „Das GreenfoodCluster Fulda ist eine innovative Einrichtung, die wichtige Akzente hin zu einer nachhaltigen Lebensmittelversorgung setzt“. Dazu kommt, dass die Hochschule Fulda beständig wächst und und hervorragende Meilensteine wie z.B. Promotionsrecht an Hochschulen erreicht hat.

Grundsätzlich ist eine niedrige Arbeitslosenquote immer mit einer geringeren Gründeraktivität verbunden. Und das ist nun wirklich etwas, das uns in der Region Fulda erfreuen sollte! Dazu gehört auch, dass sich die Wirtschaftsstruktur in Fulda zu anderen gerankten Regionen stark unterscheidet. In Fulda gibt es viele kleinere und mittlere Unternehmen, die oft eigentümergeführt sind und sich auf eigene Produkte spezialisiert haben. Das innovative Wissen von der Hochschule direkt in den ländlichen Raum zu den Unternehmen zu führen, halten wir deshalb für besonders wichtig. So werden Bedarfe für Expertise und innovative Ideen für die Betriebe erschlossen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit im Wissenstransfer zwischen der Hochschule Fulda, der Wirtschaftsförderung und der IHK Fulda ist ein Pfund, das seinesgleichen sucht – da braucht es keine sog. großen Institutionen.

Optimierungspotential gibt es immer, dazu gehört, Absolvent:innen den einfachen Einstieg und Kontakte zu Wirtschaftsunternehmen in der Region zu erleichtern. Ganz zentral ist für uns, dass wir die Abwanderung gut ausgebildeter Studierender in die großen Ballungsgebiete verhindern müssen. Das geht nur mit einer attraktiven, nachhaltigen und innovativen Region. Genau deshalb setzen wir Grüne uns für eine intensive Kommunikation zwischen Forschung, Lehre und Wirtschaft ein.

Bild: Deborah Müller-Kottusch (Fraktionsvorsitzende)

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