Boris Mijatović (MdB) und Daniel May (MdL) besuchen die Cuno-Raabe-Schule in Fulda
„Der PISA-Bericht zeigt deutlich: In Deutschland hängt der Bildungserfolg von Kindern zu stark von ihrer sozialen Herkunft ab“, sagte Daniel May, bildungspolitischer Sprecher der grünen Fraktion im Hessischen Landtag. „Genau hier setzt das Startchancen-Programm an. Der Bund unterstützt damit die Schulen, damit diese an den vielfältigen Aufgaben und Herausforderungen arbeiten können“, Bundestagsabgeordneter Boris Mijatović.
Seit dem Schuljahr 2024/2025 nimmt die Cuno-Raabe-Schule am Programm teil. Gemeinsam verschafften sich die beiden Grünen-Politiker vor Ort einen Eindruck von der Umsetzung.
Perspektive des Schulleiters
Mit 417 Kindern ist die Cuno-Raabe-Schule die größte Grundschule Fuldas. Schulleiter Alexander Liebig erklärte: „Das Startchancen-Programm unterstützt uns in vielen Bereichen – von neuen Lernmaterialien bis hin zu besseren Rahmenbedingungen. So konnten wir bereits Anschaffungen tätigen, die den Kindern beim Erlernen der Rechtschreibung helfen. Zudem wird uns künftig eine weitere UBUS-Kraft unterstützen – ein großer Gewinn für unsere Schule. Natürlich kosten die einzelnen Anträge und die damit verbundene Dokumentation zusätzliche Zeit, die an anderer Stelle fehlt, aber insgesamt überwiegt der Nutzen deutlich.“
Der Neubau der Schule unweit des jetzigen Standorts ist bereits im Bau und soll 2027 fertiggestellt werden. Er bietet künftig mehr Raum für individuelles Lernen und schafft bessere Voraussetzungen für den Ausbau des Ganztags.
Kritik an der Landesregierung
„Statt zusätzliche Mittel bereitzustellen, rechnet die Landesregierung bestehende Programme auf das Startchancen-Programm an und leistet damit keine echten neuen Investitionen. Zudem sollen Kommunen an den Kosten beteiligt werden, was Städte und Gemeinden zusätzlich belastet“, kritisierte Daniel May.
Sein Fazit: „Wer an dieser Stelle kürzt, spart an der Zukunft unseres Landes. Schulen brauchen jetzt echte Entlastung und die bestmögliche Unterstützung.“
Zehn Schulen profitieren im Landkreis Fulda
In den kommenden zehn Jahren investiert der Bund 10 Milliarden Euro in rund 4.000 Schulen, davon 320 in Hessen. „Ich freue mich, dass durch das Programm auch zehn Schulen in Fulda unterstützt werden können“, so Mijatović.
Seit dem Schuljahr 2024/2025 nehmen im Landkreis Fulda vier Schulen teil: die Cuno-Raabe-Schule und die Sturmiusschule in Fulda, die Johannes-Hack-Schule in Petersberg sowie die Bonifatiusschule in Bad Salzschlirf. Ab 2025/2026 kommen weitere sechs Schulen hinzu: die Paul-Gerhardt-Schule in Hünfeld, die Mittelpunktschule Hohe Rhön, die Anne-Frank-Schule in Gersfeld, die Bonifatiusschule in Fulda, die Geschwister-Scholl-Schule sowie die Domschule in Fulda.
Hintergrund:
Boris Mijatović und Daniel May sind die Grünen-Ansprechpartner für Bundes- und Landesangelegenheiten im Landkreis Fulda. Sie informieren sich regelmäßig vor Ort und tauschen sich mit Initiativen, Schulen, Vereinen und regionalen Akteuren aus. Bürgerinnen und Bürger können sich bei regionalen Themen, die insbesondere die Bundes- und Landespolitik betreffen, gerne direkt an sie wenden.
Foto von links nach rechts: Boris Mijatović (MdB), Alexander Liebig (Schulleiter), Daniel May (MdL)
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