Die Vorwürfe der AfD sind haltlos. Einziger Fehler betrifft zwei Honorarabrechnungen aus dem Jahr 2021 in Höhe von insgesamt 1.000 Euro. Es handelt sich um klar abgegrenzte Einzelfälle, keine systematische Misswirtschaft, wie behauptet wurde.
Ernst Sporer kritisiert die AfD mit deutlichen Worten: „Die AfD hat nicht nur in ihrem Zwischenbericht falsche Behauptungen aufgestellt – sondern im Rahmen der Ausschusssitzungen auch, der grüne Stadtrat Jochen Kohlert sei Vorstandsmitglied von Welcome In! Fulda e.V.. Das ist schlicht falsch: Jochen Kohlert ist und war angestellter Mitarbeiter des Vereins – sowohl bei der Kommunalwahl 2021 als auch bei seiner Ernennung als Ehrenamtlicher Stadtrat. Für ein solches Konstrukt von Unterstellungen wurde ein erheblicher Aufwand in Gang gesetzt – vom Einrichten eines eigens eingerichteten Ausschusses bis in die Verwaltung wirkend. Das ist keine seriöse Kontrolle, sondern eine gezielte politische Kampagne. Ziel der AfD ist es, Misstrauen gegen zivilgesellschaftliches Engagement zu säen und die Glaubwürdigkeit von Demokratieförderprojekten zu untergraben.“
Ein weiteres Beispiel für diese offensichtliche Verstimmung der AfD ist die wiederholte Kritik daran, dass sie vom Verein zur Bundestagwahl Anfang des Jahres nicht eingeladen worden sei. Tatsächlich war dies eine demokratische Entscheidung des Teams von Welcome In! – und ein Verein darf eine solche Entscheidung treffen. Politische Neutralität ist keine Pflicht: Zivilgesellschaftliche Organisationen – ebenso wie Kirchen – dürfen und sollen Position beziehen, wenn es um Demokratie und Menschenrechte geht. Dass die AfD dies nicht verkraftet und daraus einen angeblichen Skandal konstruiert, entlarvt vor allem ihre eigene Dünnhäutigkeit.
Besonders ärgerlich sei zudem die Verschwendung öffentlicher Mittel: Drei Sitzungen des Akteneinsichtsausschusses mit 13 Mitgliedern und einem Sitzungsgeld von jeweils 25 Euro verursachen allein 975 Euro Kosten – die Arbeitszeit der Verwaltung noch gar nicht eingerechnet. „Das Geld hätte an anderer Stelle dringend gebraucht werden können. Stattdessen wurde es eingesetzt, um einem unbegründeten Verdacht hinterherzujagen“, so Marie-Louise Puls, stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
Welcome In! leistet seit vielen Jahren unverzichtbare Arbeit für Integration, Teilhabe und Demokratieförderung für unsere Stadtgesellschaft. Wer diesen Verein attackiert, schwächt nicht allein den Verein, sondern unsere demokratische Kultur.
Bild: Ernst Sporer
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