In der letzten Sitzung der Gemeindevertretung Eiterfeld vom 30. Oktober 2025 brachte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Antrag zur verbindlichen Verankerung von Vogelschlag-Schutzmaßnahmen in Neubauten ein. Diese Forderung wird ab 2030 bundesweit gesetzlich verpflichtend. Die CDU-Fraktion blieb dennoch bei ihrer ablehnenden Haltung und verwies auf fehlende Dringlichkeit. Dennoch wurde ein Kompromiss mit den Fraktionen von FWG und SPD gefunden: Der Antrag wird nun im Landwirtschafts-, Umwelt- und Digitalausschuss beraten. Im Ausschuss wird eine Mehrheit für die Umsetzung erwartet.
Joachim Nophut, Fraktionsvorsitzender der Grünen in Eiterfeld, bewertet dies als wichtigen ersten Schritt: „Es ist ermutigend, dass sich FWG und SPD unserer Argumentation angeschlossen haben. Vogelschlag ist schließlich kein abstraktes Problem. Dass die CDU unseren Vorschlag zu blockieren versucht, zeigt, wie notwendig unser Einsatz für ökologische Verantwortung ist. Wir werden den Prozess im Ausschuss konstruktiv begleiten.“
Kritisch bleibt die Haltung der Grünen zur mangelnden Transparenz in der Gemeindeverwaltung. Auf Nachfragen zum Stellenplan, zu Höhergruppierungen und Kreisumlagen bezog Bürgermeisterin Hauke (CDU) zwar Stellung, verzichtete aber auf konkrete Zahlen – eine Praxis, die Joachim Nophut als „unzureichend und intransparent“ bezeichnete: „Bürger:innen haben ein Recht darauf, zu wissen, wie ihre Steuergelder verwendet werden. Wenn die Verwaltung derart vage bleibt, untergräbt sie so das Vertrauen in die kommunale Politik.“ Nophut machte klar, dass die Grünen im Haushaltsentwurf 2026 zum Stellenplan Zahlen und Fakten erwarten. (PM)
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