Brandmauer in Fulda gefallen

CDU-Überweisungsantrag an den Kreisausschuss zur Bewerbung von Babyklappe und anonymer Geburt nur mit Stimmen der AfD verabschiedet.

Ein Antrag der fundamentalen Abtreibungsgegner „Christen für Osthessen (CfO)“, der darauf abzielte, die Babyklappe und die vertrauliche Geburt stärker zu bewerben, wurde im Fuldaer Kreistag emotional diskutiert. Man könnte fast meinen, es sei eine Debatte Männer (CDU, CfO) gegen Frauen (Grüne, SPD) gewesen. Neben sachlichen Klarstellungen durch den Kreisbeigeordneten Frederik Schmitt, votierte Thomas Hering (CDU) für die Überweisung in den Kreisausschuss- dieser solle sich mit einer entsprechenden Bewerbung befassen.

Das Abstimmungsverfahren gestaltete sich spektakulär. Neben Grüne/Volt, SPD und CWE, stimmten Frauen der CDU-Fraktion gegen den Vorschlag ihres Fraktionsvorsitzenden Hering.

Die Tatsache, dass der von der CDU eingebrachte Überweisungsantrag an den Kreisausschuss nur durch die Stimmen der AfD eine Mehrheit fand, markiert einen besorgniserregenden Bruch der bisherigen politischen Brandmauern und zeigt eine bedenkliche Annäherung zwischen den Positionen von CDU, FDP und AfD in Fulda.

„Es braucht mehr Frauen in der Politik – damit Frauen im Parlament genauso repräsentiert sind wie in unserer Gesellschaft. Wir hoffen, dass sich viele Frauen für die kommende Kommunalwahl auf Listen der demokratischen Parteien aufstellen werden“, so resümiert Deborah Müller-Kottusch (Fraktionsvorsitzende Grüne/Volt).

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